Sommerinterview mit Rihards Babulis

"Ich habe hier großartige Menschen kennengelernt und fühle mich im Verein sowie in der Stadt sehr wohl."


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Auch unserem Torhüter Rihards Babulis konnten wir in der wohlverdienten Sommerpause ein paar Fragen stellen, wobei er uns sein „verstecktes“ und wohl auch „geheimes“ Talent nicht verraten wollte. Aber lest gerne selbst.

Hallo „Babu“, was machst du alles in deiner Sommerpause? Kannst du sie genießen?
Rihards Babulis: "Ich genieße die Sommerpause sehr. Für mich ist sie die perfekte Mischung aus Erholung und Sommertraining, um körperlich und mental bestmöglich in die neue Saison zu starten."

Welcher Ort außerhalb Kaufbeurens ist der, an dem du dich am wohlsten fühlst bzw. auf den du dich immer am meisten freust?
Rihards Babulis: "Am meisten freue ich mich darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen. Während der Saison bleibt dafür leider oft wenig Zeit, deshalb genieße ich die Zeit mit ihnen in dieser Phase besonders. Vor allem Bremen, meine Heimat, ist ein Ort, auf den ich mich immer sehr freue."

Du bist in Lettland geboren. Wie war es für dich als Kind, in ein anderes, neues Land zu kommen und die Sprache nicht zu sprechen?
Rihards Babulis: "Da ich noch im Kindergarten war, als ich nach Deutschland gekommen bin, fiel mir die Umstellung nicht schwer. Ich bin sehr dankbar, bilingual aufgewachsen zu sein. Allgäuerisch klingt schön, leider höre ich es jedoch zu selten."

Sind die Sommerpause und das Sommertraining eines Eishockey-Torhüters anders als die eines Spielers?
Rihards Babulis: Die Sommerpause ist für jeden Spieler und Torhüter etwas anders. Ich habe das Glück, mit sehr professionellen Trainern zusammenzuarbeiten, die mich gezielt körperlich und mental auf die kommende Saison vorbereiten. Außerdem habe ich einen Trainingsplan, den ich abarbeite, und spiele im Sommer eigentlich gerne alle Ballsportarten.

Eishockey-Torhütern sagt man oft nach, dass sie etwas verrückt sein müssen. Was sagst du dazu?
Rihards Babulis: "Ein kleines bisschen verrückt muss man als Torhüter wahrscheinlich schon sein. Mir hat das bisher allerdings noch niemand direkt gesagt, oder ich habe es gekonnt überhört (lacht)."

Wie schaffst du es im Sport, immer wieder weiterzumachen, dich neu zu motivieren und vor allem jetzt nach so einer Saison wieder die richtige Einstellung zu haben?
Rihards Babulis: "Jeder Leistungssportler erlebt Höhen und Tiefen. Entscheidend ist, wie man mit Herausforderungen umgeht. Ich habe klare Ziele und hohe Erwartungen an mich selbst. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass konsequente Arbeit, Geduld und die richtige Einstellung langfristig belohnt werden. Deshalb konzentriere ich mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann, und nutze jede Gelegenheit, um besser zu werden."

Nachdem du nun schon in dein viertes Jahr beim ESVK startest, was hält dich hier bzw. was verbindet dich mit Kaufbeuren?
Rihards Babulis: "Kaufbeuren fühlt sich für mich mittlerweile wie ein zweites Zuhause an. Ich habe hier großartige Menschen kennengelernt und fühle mich im Verein sowie in der Stadt sehr wohl."

Den Beruf des Eishockey-Profis kann man leider nicht ein Leben lang ausüben und damit auch sein Geld verdienen. Du bist zwar jetzt erst 24 Jahre alt, aber hast du schon einen Plan für deine Zeit nach der aktiven Karriere?
Rihards Babulis: "Schon, ja. Ich bin aktuell im fünften Semester meines Sportbusiness-Studiums. Auch nach meiner aktiven Karriere möchte ich dem Eishockeysport dann gerne verbunden bleiben und meine gesammelten Erfahrungen mit einbringen."

Wir haben uns sagen lassen, dass du ein verstecktes Talent hast, von dem der ein oder andere Teamkamerad profitiert. Möchtest du uns ein wenig darüber erzählen?
Rihards Babulis: "Diese Frage lasse ich lieber unbeantwortet. Manche Sachen sollten wohl besser in der Kabine bleiben (lacht)."

Foto: Alex Winterholler

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